Teilnehmer
Wie lange hast du in der Freiwilligenarbeit gearbeitet? 6 Wochen
Programm
Freiwilligenarbeit
Land
🇮🇩 Indonesien
Dauer
6 Wochen
Kurze Biografie
Hey,
Ich heiße Baowei, aber eigentlich nennen mich alle Bo. Ich bin 23 Jahre alt und habe letztes Jahr ein Auszeitjahr zwischen meinem Bachelor in Sportmanagement und Unternehmertum und meinem Master in Sport Business & Leadership in Amsterdam eingelegt.
Im dritten Jahr meines Bachelorstudiums habe ich ein Praktikum bei „Die Kraft des Sports“ gemacht – das war eine großartige Erfahrung! Ich hatte schon vor, in meinem Auszeitjahr mit dem Rucksack durch Asien zu reisen, und als Oscar erzählte, dass sie eine Pilotgruppe in Indonesien auf die Beine stellen wollten, war mein Tag perfekt. Eigentlich war ich schon viel zu spät dran und das Auswahlverfahren war längst vorbei; es waren inzwischen bereits fünf Personen für die Gruppe ausgewählt worden. Aber wie das Sprichwort sagt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich habe Ruben angerufen, um zu fragen, ob es vielleicht doch noch möglich wäre, mitzukommen, und das ging!
Wie zufrieden warst du mit der Betreuung in Deutschland?
Ich bin sehr zufrieden mit Ruben. Wie bereits erwähnt, ist er sehr flexibel, denkt lösungsorientiert und ist immer gut erreichbar. Außerdem ist er offen für Feedback und neue Ideen, und seine Begeisterung ist wirklich ansteckend.
Meine Geschichte
„Alles in allem hat es mir unglaublich gut gefallen. Ich habe mich in die Kultur, die Natur und das Essen Indonesiens verliebt. Was für ein tolles Land!“
Wie lange hast du ehrenamtlich gearbeitet? 6 Wochen · Freiwilligenarbeit in Indonesien
Im Februar bin ich zusammen mit fünf anderen (Puck, Teuntje, Nynke, Oscar und Jasper) nach Semarang gereist, wo wir Teil der Pilotgruppe des neuen DKSV-Projekts in Indonesien waren. Wir wurden vom gesamten indonesischen Team herzlich empfangen – eine tolle Truppe mit unglaublich viel Energie. Später kam auch Kat dazu, was die Stimmung noch gemütlicher machte.
Unsere Aufgabe war es, das Projekt auf die Beine zu stellen und wo nötig zu verbessern. Gemeinsam mit dem indonesischen Team haben wir das Projekt auf ein höheres Niveau gebracht, wobei jeder seine eigenen Stärken einbrachte. Da alle dasselbe Ziel vor Augen hatten und flexibel, kritisch, motiviert und begeistert waren, bildeten wir eine perfekte Kombination.
Am Anfang gab es noch viel zu klären. Die ursprüngliche Zielgruppe passte letztendlich doch nicht ganz zur Mission von „Die Kraft des Sports“. Während unseres Aufenthalts ist es uns jedoch gelungen, gemeinsam mit dem indonesischen Team verschiedene andere Schulen zu besuchen. An jeder Schule wurden wir sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern mit offenen Armen empfangen. Letztendlich ist es uns gelungen, fünf neue Schulen in das Projekt aufzunehmen. Ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir das als Team geschafft haben.
Manchmal war der Veranstaltungsort an den Schulen eine ziemliche Herausforderung, zum Beispiel, wenn man auf einem kleinen Platz mit 90 Kindern Sport trieb. Aber indem man einfach eine Musikanlage anschaltete und mit den Kindern zu tanzen anfing, entstand eine tolle Energie, die alle enorm genossen haben.
Auch in unserem eigenen Haus gab es anfangs ein paar Dinge, die man verbessern konnte, aber nach und nach wurde der Aufenthalt angenehmer. Teuntje und ich haben schließlich eine Bestandsaufnahme mit Vorschlägen erstellt, um das Haus wohnlicher und gemütlicher zu gestalten.
Neben den Sportstunden am Vormittag und Nachmittag gab es auch Zeit für Entspannung. Wir tranken Kaffee in netten Cafés, schauten Serien auf der Couch, gingen essen oder trieben gemeinsam Sport. Am Dienstagabend organisierten wir oft eine Sportaktivität mit dem ganzen Team, was nicht nur Spaß machte, sondern sich auch als hervorragende Teambuilding-Maßnahme erwies. So spielten wir Fußball oder Badminton, oder es stand ein Karaoke-Abend auf dem Programm.
Freitags und samstags waren wir oft unterwegs. Wir besuchten das Dieng-Plateau, wo wir bei einem wunderschönen Sonnenaufgang einen Berg bestiegen, oder wir gingen in Semarang in Shops einkaufen. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Communities, wo wir an verschiedenen Orten Sportangebote organisierten.
Unerwartet hatten wir wegen des Ramadans Urlaub, was Oscar und mir die Gelegenheit gab, nach Sumatra zu reisen. Diese Insel ist wirklich wunderschön. Wir haben dort eine Dschungelwanderung gemacht, bei der wir Orang-Utans gesehen haben. Außerdem haben wir schöne Wanderungen unternommen und sind mit dem Roller über die Insel gefahren, vorbei an wunderschönen traditionellen Dörfern und weitläufigen Reisfeldern.
Der Ramadan war anfangs schon eine Herausforderung für die Sportstunden, weil wir die Richtlinien anpassen mussten. Dank der Flexibilität und Kreativität des Teams haben wir aber schnell neue, weniger intensive Sportaktivitäten gefunden, die gut zur Situation passten.
Alles in allem hat es mir unglaublich gut gefallen. Ich habe mich in die Kultur, die Natur und das Essen Indonesiens verliebt. Was für ein tolles Land!
Welchen Rat würdest du zukünftigen Praktikanten und Freiwilligen mit auf den Weg geben?
Genieß deine Zeit in Indonesien. Bevor du dich versiehst, ist sie schon wieder vorbei! Sei offen für die Kultur, dann wirst du unglaublich viel dafür zurückbekommen. Und vergiss vor allem nicht zu lächeln! 🙂
Ach ja, noch ein Tipp für die Frauen: Nehmt ein paar lange Leinenhosen mit, die ihr beim Sport tragen könnt.

