Teilnehmer
Anouk
Programm
Praktikum
Land
🇱🇨 Saint Lucia
Dauer
4 Monate
Kurze Biografie
Ich bin 20 Jahre alt und wohne in Den Haag. Ich mache die Ausbildung „Lifestyle, Sport und Bewegung“ am Roc Mondriaan in Delft. Ich bin im letzten Jahr dieses Studiengangs und möchte danach die Pabo/Halo machen. Zu Beginn des Jahres durfte ich mir aussuchen, welchen Wahlbereich ich belegen wollte, und ich habe mich für „Internationalisierung“ entschieden, wodurch ich diese tolle Chance bekam, ins Ausland zu gehen.
Wie zufrieden warst du mit der Betreuung in Deutschland?
Nachdem ich diese Organisation gefunden hatte, wurde ich von Ruben hervorragend betreut. Ich bekam schon bald eine E-Mail mit der Einladung zu einem Informationsgespräch. Während des Telefonats mit Ruben und einer anderen Mitarbeiterin (die später einen anderen Weg eingeschlagen hat) bekam ich mehr Klarheit. Obwohl ich drei Optionen hatte, entschied ich mich letztendlich für Saint Lucia, weil dort Englisch gesprochen wird. Von dem Moment an, als ich sicher war, dass ich nach Saint Lucia gehen würde, hatte ich regelmäßig Kontakt zu Ruben über WhatsApp. Dadurch wusste ich genau, was mich erwarten würde. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an Ruben wenden. Wenn ich auf meine gesamte Praktikumszeit zurückblicke, bin ich mit der Betreuung sehr zufrieden.
Meine Geschichte
„In vier Monaten baut man so starke Beziehungen zu den Leuten dort auf, dass es schwerfiel, sich zu verabschieden“
Anouk · Praktikum in Saint Lucia
Am 2. Februar bin ich von Schiphol nach Saint Lucia geflogen. Der lange Flug hat sich gelohnt, denn bei meiner Ankunft wurde ich herzlich empfangen. Mein Praktikumsbetreuer, Joël, stand mit einem Schild mit der Aufschrift „United Through Sport“ bereit, sodass ich ihn schnell fand. Er stellte sich freundlich vor, und wir warteten kurz auf die anderen Freiwilligen. Die Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft dauerte etwa anderthalb bis zwei Stunden, aber wir hatten eine gemütliche Zeit im Taxi.
Als wir im Haus ankamen, wurden wir wieder herzlich empfangen. Die Freiwilligen und Mitarbeiter, die schon da waren, stellten sich vor und boten uns kaltes Wasser und ein Bier an – ein toller Empfang! Die erste Gruppe von Freiwilligen hatte noch wenig Erfahrung als Trainer, also bekamen wir eine Schulung mit Beispielspielen für verschiedene Schulstufen: Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schule.
Meine erste Stunde fand in einer weiterführenden Schule statt, was wegen der selbstbewussten Schüler eine Herausforderung war. Zum Glück bekam ich viel Unterstützung und die Übungen wurden vorgeführt. Da ich in Deutschland bereits mein Schwimmlehrer-Diplom gemacht hatte, fiel mir das Schwimmen leicht. Ich gab Schwimm- und Fußballtraining, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Die Leute waren so freundlich und dankbar, was die Arbeit noch schöner machte.
Jeden Freitag hatten wir einen Ausflug, um die Insel zu erkunden. Mein erster Ausflug war Ziplining in einer wunderschönen Umgebung für nur 70 Dollar für 12 Strecken. Andere Ausflüge, die ich gemacht habe, waren die Schlammbäder und der Wasserfall, Pigeon Island und Petit Piton. Die Schlammbäder und der Wasserfall sind echte Geheimtipps, ein absolutes Muss in Saint Lucia. Neben den Einsätzen hatten wir auch viel Spaß mit den anderen Freiwilligen, was das Ganze noch toller gemacht hat.
Montags, mittwochs und samstags gab es Karaoke-Abende – eine tolle Gelegenheit, dein Gesangstalent unter Beweis zu stellen. Ganz in der Nähe des Hauses gab es auch eine gemütliche kleine Bar mit Billardtisch und Musik – perfekt zum Entspannen und Plaudern. Ich habe außerdem einen Schwimmkurs im Meer besucht, was sehr lehrreich war, auch wenn ich das Gelernte nie in die Praxis umsetzen konnte. Außerdem habe ich zwei Wochen lang unter der Betreuung von Catherine, einer Mitarbeiterin, Netball gespielt, was mir großen Spaß gemacht hat.
Auf Saint Lucia gibt es viele freie Tage, wie zum Beispiel die zweiwöchigen Osterferien. Während dieser Zeit fielen einige Sportarten aus, weshalb ich eine Woche lang Tennis ausprobiert habe. Obwohl es nicht mein Sport war, waren die Kinder und Lehrer sehr nett. In vier Monaten baut man so starke Bindungen zu den Menschen dort auf, dass es schwerfiel, sich zu verabschieden.
Die Kleinkinder waren immer so süß, genau wie die Kinder beim Schwimmunterricht – deshalb gehörten diese Kurse zu meinen Favoriten. Die Trainer waren auch super, immer zu einem Scherz aufgelegt, aber auch ernst, wenn es nötig war. Hätte ich fast vergessen: Nur wenige Gehminuten vom Haus entfernt gibt es zwei Strände, von denen einer zu einem Resort gehört. Im Haus teilst du dir ein Badezimmer mit einem anderen Schlafzimmer – das solltest du bedenken. Jeden Freitag gibt es eine Straßenparty mit leckerem Rum-Punsch – ja, ich verrate schon wieder zu viel, hihi, probier’s einfach aus!!!
Welchen Rat würdest du zukünftigen Praktikanten und Freiwilligen mit auf den Weg geben?
Das würde ich zu 100 % empfehlen! Spar vorher so viel wie möglich, damit du all die tollen Aktivitäten in vollen Zügen genießen kannst. Für eine optimale Erfahrung empfehle ich vier Monate; so lernst du dich selbst besser kennen und entwickelst dich weiter.
Wenn du eine Leidenschaft für Fußball, Schwimmen, Cricket, Basketball oder Netball hast und ein Abenteuer außerhalb Europas erleben möchtest, dann ist das hier das perfekte Reiseziel! Mach dich bereit für Dan Ross, einen hochprozentigen Schnaps mit 80 % Alkohol (nicht zum Trinken als Shot!), und nimm eine Einwegkamera mit, um all deine schönen Erinnerungen festzuhalten.
Danke fürs Lesen und schon mal viel Spaß bei diesem Abenteuer! <3

