Teilnehmer
Stefan
Programm
Freiwilligenarbeit
Land
🇬🇭 Ghana
Dauer
Ich war drei Monate lang in Ghana, um dort freiwillig zu arbeiten.
Kurze Biografie
Ich heiße Stefan, bin 24 Jahre alt und gerade von meiner Reise nach Ghana zurückgekommen. Momentan arbeite ich als Personalvermittler bei FC Utrecht Werkt, der Zeitarbeitsagentur des FC Utrecht. Außerdem studiere ich in Leiden, wo ich nach dem Master in Rechtsphilosophie derzeit den Master in Staats- und Verwaltungsrecht absolviere. Ich treibe gerne Sport, besonders Fußball und Radfahren machen mir viel Spaß – sowohl selbst als auch beim Zuschauen. Deshalb bin ich auch nach Ghana gereist, um dort Fußballtraining zu geben!
Wie zufrieden warst du mit der Betreuung in Deutschland?
Die Betreuung aus Deutschland war top organisiert! Ruben ist ein echter Crack, der dir bei all deinen Fragen mühelos weiterhilft. Er war immer gut erreichbar und hat gerne mitgedacht. Außerdem war es schön, dass er sich, während ich in Ghana war, erkundigt hat, wie es mir geht. Als ich dann sagte, dass bestimmte Dinge unerwartet etwas holpriger liefen, hat er sofort wieder mitgedacht; er war sehr flexibel, das weiß ich wirklich sehr zu schätzen!
Meine Geschichte
„Magst du Fußball, Trainingseinheiten und Abenteuer? Bist du offen für unvergessliche Erfahrungen? Dann fahr nach Ghana, du wirst es nicht bereuen!“
Stefan · Freiwilligenarbeit in Ghana
Anfang Oktober flog ich nach Accra, um mein Abenteuer in Ghana zu beginnen. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, aber ich wusste, dass ich einer Gruppe talentierter ghanaischer Jugendlicher Fußballtraining geben würde. Dass die Arbeit mit diesen Jungs so viel Spaß machen würde, hätte ich nur nicht erwartet.
Am Abend wurde ich vom Flughafen abgeholt und dann zum Freiwilligenhaus in der Stadt gebracht. Dort habe ich etwa die Hälfte meiner Zeit verbracht. Dorthin gingen wir nämlich, wenn wir Turniere für Pfadfinder spielten, die aus der ganzen Welt kamen, um den besten Jungs eine Chance im Ausland zu geben. Bei diesen Turnieren hat es mir großen Spaß gemacht, die Jungs zu trainieren; die Atmosphäre war wettbewerbsorientiert und gleichzeitig entspannt, und ich konnte mich voll und ganz auf den sportlichen Aspekt des Trainierens konzentrieren. Übrigens war Accra selbst sehr chaotisch und hektisch, bot mir aber gerade deshalb genau das „Eintauchen“ in die Kultur, das ich mir im Vorfeld von Ghana erhofft hatte.
Noch besser gefiel es mir in Kyebi, einem kleinen Ort zwei Stunden landeinwärts, wo sich das Trainingslager befand. In diesem Trainingslager trainierte ich die Jungs zweimal täglich, zusammen mit Bekoe (dem afrikanischen Co-Trainer). Ich habe den Fußball, den Kontakt zu den Jungs und die wunderschöne Umgebung unglaublich genossen. Ich hatte viel Freizeit, die ich damit verbrachte, auf meinem dort gekauften (halb kaputten) Mountainbike herumzufahren. In der Unterkunft wurde alles getan, um mir eine schöne Zeit zu bereiten, und die Jungs waren sehr dankbar. Der Kontakt zu den „Einheimischen“, die mich mit großer Begeisterung aufnahmen und mir Afrikaans beibrachten, hat mir sehr viel Freude bereitet. Kurz gesagt: Auch hier hatte ich eine fantastische Zeit.
Meine Reise nach Ghana war für mich, mit anderen Worten, eine wundervolle Erfahrung. Ich habe gelacht, die Gegend erkundet, unglaublich viel Zeit auf dem Spielfeld verbracht und – was für mich am wichtigsten war – mich als Teil einer Kultur gefühlt, die sich völlig von der deutsche unterscheidet. Es gab zwar Momente, in denen ich kurz am Ende meiner Kräfte war, aber diese Momente konnten den einzigartigen Charakter der Erlebnisse, die ich (zusammen mit den Jungs) hatte, keineswegs aufwiegen.
Magst du Fußball, Trainingseinheiten und Abenteuer? Bist du offen für unvergessliche Erfahrungen? Dann fahr nach Ghana, du wirst es nicht bereuen!
Welchen Rat würdest du zukünftigen Praktikanten und Freiwilligen mit auf den Weg geben?
Lass das ganze Abenteuer einfach auf dich zukommen und geh nicht mit zu hohen Erwartungen dorthin! Es ist gut, eine Vorstellung vom Land zu haben und davon, was du dir von deiner Reise erhoffst, aber wenn du dich zu sehr an ein Idealbild klammerst, wird dir das nur im Weg stehen. Außerdem finde ich es gut, wenn du dich darauf einstellst, einfach „dich selbst“ mitzunehmen; die Dinge, mit denen du hier konfrontiert wirst, wirst du im Ausland nie ganz hinter dir lassen können. Es ist nie die ganze Zeit über schön, und es wird zweifellos Momente geben, in denen du schlecht gelaunt oder müde bist. Solange du damit im Reinen bist, wird bestimmt alles gut gehen!

