Jeske in Südafrika

Teilnehmer

Jeske

Programm

Praktikum

Land

🇿🇦 Südafrika

Dauer

6 Wochen

Kurze Biografie

Ich bin 20 Jahre alt, studiere Angewandte Biologie an der Has-Hochschule und war im Rahmen meines Nebenfachs „Global Development Issues“ an der Fontys-Hochschule in Südafrika. Außerdem spiele ich Wasserball und bin am liebsten so oft wie möglich an den Wochenenden auf einem Festival anzutreffen.

Wie zufrieden warst du mit der Betreuung in Deutschland?

Da ich schon ziemlich kurzfristig wusste, dass ich mit UTS nach Südafrika wollte, hatte ich vor meiner Abreise nicht besonders viel Kontakt. Die Betreuung, die ich bekommen habe, war aber sehr gut, sodass trotz der kurzen Vorlaufzeit alles klar und gut organisiert war.

Meine Geschichte

„Ich glaube, das ist eine der Dinge, für die ich am dankbarsten bin, die ich je gemacht habe.“

Jeske · Praktikum in Südafrika

Für mein Nebenfach „Global Development Issues“ an der Fontys Hogeschool in Tilburg habe ich nach einer Organisation gesucht, bei der ich eine Freiwilligenarbeit in einem Entwicklungsland machen konnte. So bin ich über meine Hochschule zu UTS gekommen.
Ich habe mich dafür gemeldet, Schwimmunterricht in Port Elizabeth zu unterrichten. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich selbst Wasserball spiele und in meinem Verein auch Wasserballunterricht für Kinder unter 11 Jahren gebe. Ich schwimme also nicht nur schon mein ganzes Leben lang, sondern das ist auch meine große Liebe und Leidenschaft. Wie schön ist es doch, dort etwas daraus zu machen – an einem Ort, wo Kinder es so gut gebrauchen können.
Auf nach Südafrika!

Am 12. Januar bin ich für 6 Wochen über Kapstadt nach Port Elizabeth aufgebrochen. Als ich angekommen war, wurden ich am Flughafen von zwei Mädels von UTS abgeholt und dann sind wir zur Unterkunft gefahren. Am ersten Wochenende fand ein Kennenlernwochenende statt, bei dem wir verschiedene Spiele gespielt haben und eine Tour durch die Slums gemacht haben, in denen sich auch einige der Schulen befinden. In der Woche darauf begann meine erste Woche der Freiwilligenarbeit.

Der Schwimmunterricht fand nur an drei Tagen in der Woche statt, sodass ich an den anderen beiden Tagen eine andere Sportart trainieren konnte. Ich habe mich damals für Netball entschieden, weil diese Sportart dem Wasserball am ähnlichsten war und ausschließlich von Mädchen gespielt wurde. Obwohl ich noch nie von dieser Sportart gehört hatte, musste ich mich nur in der ersten Woche ein bisschen daran gewöhnen. Nach einer Woche lernte ich die Netball-Mädels besser kennen und fiel es mir leichter, lustige Übungen für das Training auszudenken.
Außerdem habe ich an den anderen drei Tagen Schwimmunterricht gegeben. Das ist, glaube ich, eine der bereicherndsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Die Fortschritte, die ich in den sechs Wochen, in denen ich dort war, gesehen habe, sind unglaublich. Da wir erst nach den Sommerferien angefangen hatten, hatten einige dieser Kinder noch nie in ihrem Leben ein Schwimmbecken gesehen, und die meisten hatten extrem große Angst vor dem Wasser. Deshalb war der Unterschied zu den Schwimmkursen, die ich zu Hause oder beim Wasserball gegeben habe, riesig. Ich habe damit angefangen, ihnen beizubringen, Blasen zu pusten, auf dem Bauch und auf dem Rücken zu treiben, die Grundlagen der Schwimmzüge zu lernen und natürlich die Freude am Schwimmen zu vermitteln – durch lustige Übungen zwischendurch und am Ende der Stunde.

Da die Kinder sich voll und ganz auf mich verlassen mussten, baut man sehr schnell eine besondere Bindung zu ihnen auf. Deshalb kommen die Kinder in den folgenden Wochen total begeistert angerannt und wollen selbst auch neue Dinge ausprobieren.

Neben der Freiwilligenarbeit habe ich an den Wochenenden alle möglichen supertollen und coolen Aktivitäten unternommen. So habe ich zwei verschiedene Safaris mitgemacht, bin Bungee-Jumping gegangen, war in Mossel Bay zum Haifischtauchen, habe ein Wochenende in einem echten Surfer-Hostel in Jeffery’s Bay verbracht, ein lokales Festival miterlebt und bin für ein Wochenende nach Kapstadt geflogen.
Kurz gesagt: eine großartige Erfahrung, die ich nie vergessen werde!

Welchen Rat würdest du zukünftigen Praktikanten und Freiwilligen mit auf den Weg geben?

Versuch, so wenig Erwartungen wie möglich zu haben, und genieß den Moment, wenn du dort bist, denn zweimal blinzeln – und schon bist du wieder in Deutschland.

Jeskes Fotos

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🇿🇦 Südafrika

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